Traumtour für Konditionsstarke

Wer zur Zeit mountainbiken möchte, sollte sich in “höheren Sphären” bewegen. Die Hitze im Tal ist ja kaum erträglich, da fühlen sich die zwanzig Grad auf 2000m Seehöhe deutlich besser an.
Deswegen wählte ich meine letzte Biketour genau nach diesen Kriterien aus: Eine Runde von Pill über den Weerberg auf das knapp 2300 Meter hoch gelegene Geiseljoch und auf der anderen Seite durchs Almgelände ins Tuxertal und weiter nach Mayrhofen im Zillertal.

Unterhalb der Weidener Hütte

Unterhalb der Weidener Hütte

Mein Auto stellte ich in Pill ab. Die ersten 500 Höhenmeter sparte ich mir wegen der großen Hitze. Der Linienbus bringt einen bis auf etwa 1000 Meter Seehöhe auf den Weerberg (Achtung: Fahrradmitnahme nur begrenzt möglich, 2-3 Bikes sollten aber immer Platz haben; Haltestellen: Pill (Ort) – Weerberg (Berghof)). Weiter fährt man zunächst auf der Straße bis nach Innerst (1300m). Nun zieht ein Forstweg ins schöne Nafingtal. Durch ausgedehnte Fichten- und Zirbenwälder gelangt man bald zur Weidener Hütte (1800m).

Blick zurück zum Karwendel

Blick zurück zum Karwendel

Nach der Einkehr sind es noch 500 Höhenmeter bis zum Übergang ins Zillertal. Der Weg wird ab hier etwas schlechter, ist aber nur mäßig steil. Man kann fast die gesamte Strecke durchradeln.
Am Geiseljoch genießt man einen traumhaften Blick auf die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen.

Blick vom Geiseljoch zum Hintertuxer Gletscher

Blick vom Geiseljoch zum Hintertuxer Gletscher

Nun fährt man entweder auf der selben Strecke zurück oder weiter hinunter über Alm- und Mähwiesen nach Lanersbach. Von hier ist es nur mehr eine kurze Abfahrt auf der Straße nach Mayrhofen. Zurück in der schwülen Hitze des Tals entschied ich mich ausnahmsweise gegen die Rückfahrt auf dem Zillertalradweg und für die Fahrt mit der Zillertalbahn nach Jenbach. Von Jenbach fährt man entweder weiter mit dem Zug nach Schwaz oder auf der Bundesstraße etwa 10 Kilometer zurück nach Pill (der Innradweg ist in diesem Bereich zur Zeit leider gesperrt).

Tourdaten:
Weerberg – Geiseljoch – Mayrhofen: ca. 40 km und 1350 Höhen meter.
Der Bike Trail Tirol verläuft auf der selben Strecke, nur in entgegengesetzter Richtung. Kartenausschnitte und GPS Tracks findet man hier.

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Biken und Baden

Das heisse Wetter lädt ja im Moment zu einer Abkühlung in einem der Tiroler Seen oder Bäche ein. Weil ich aber auch nicht auf die Kontrolle der Wegweiser am Bike Trail Tirol vergessen darf, teile ich mir meine Routen so ein, dass ein Sprung ins kühlende Nass immer wieder möglich ist. Eine ziemlich gute Runde für mein neues Motto “Biken und Baden” ist die Tour rund um den “Unnutz”. Gestartet wird in Achenkirch, am Nordufer des Achensees. Zunächst radelt man auf der Bikeroute 461 etwa 500 Höhenmeter auf einem Forstweg zur Köglalm und weiter zum Kögljoch.

Köglalm

Köglalm

Auf der anderen Seite folgt man einem kurzen Singletrail und bleibt dann weiter auf dem Weg nach Steinberg am Rofan. In nördlicher Richtung geht´s leicht ansteigend auf der Straße wieder Richtung Achenkirch. Schon kurz nach dem Ortsausgang findet man gleich neben der Straße einladende Badeplatzln am Bach.

Bachl bei Steinberg

Bachl bei Steinberg

Über den alten Steinbergweg geht es wieder zurück nach Achenkirch bis zum See. Die gesamte Tour hat etwa 26 Kilometer und 650 Höhenmeter.
Hier noch ein Tipp: Am besten folgt man dem Radweg am Ostufer noch etwas weiter, bis man sein ganz persönliches Badeplatzl gefunden hat.

Am Achenseeradweg

Am Achenseeradweg

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Ein Klassiker

Als solchen kann man die Biketour auf das Kitzbüheler Horn sicher bezeichnen. Am 5. Juli ist der markante Berg wieder Etappenziel der Österreich Radrundfahrt. Unvorstellbar, dass man nach 165 km von Landeck bis Kitzbühel noch den harten, bis zu 22% steilen Anstieg auf das Horn schaffen kann.

Blick zum Wilden Kaiser

Blick zum Wilden Kaiser

Die Strecke auf der Asphaltstraße von Kitzbühel zum Alpenhaus gehört zu den bekanntesten Bergstraßen für Rennradfahrer und Mountainbiker in den Alpen. Kaum jemand kennt aber die leichtere (weil weniger steile) Route an der Ostseite dieses Berges. Ziemlich genau zwischen Sankt Johann und Fieberbrunn, in der Nähe des Weilers Fuchsham, zweigt die Mountainbikeroute Nr. 254 von der Bundesstraße ab. Ein angenehm zu radelnder Forstweg (zu Beginn eine asphaltierte Zufahrtstraße) führt bis zur Hornköpflhütte auf 1773 m Seehöhe. Das sind zwar immer noch 1.100 Höhenmeter, die sind aber weitaus angenehmer verteilt.

Kitzbüheler Horn Ostseite

Kitzbüheler Horn Ostseite

Von hier kann man entweder auf der selben Strecke abfahren oder nach einer kurzen Schiebestrecke zum Alpenhaus auf der klassischen Route nach Kitzbühel hinunterfahren. Über Sankt Johann kommt man dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour ist übrigens auch Teil der Bike Trail Tirol Etappe von Kössen nach Kitzbühel. Auf der Webseite findet man auch Kartenausschnitte, GPS Tracks und eine genaue Wegbeschreibung.

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Im Blumenmeer

Zugegeben, ich war früher nie ein großer Fan des Paznauntals. Ein eng eingeschnittenes Kerbtal, an dessen Talsohle sich der Fluss Trisanna und die Bundesstraße den Platz gegenseitig streitig machen. Das änderte sich schlagartig, als ich das erste mal die Bike Trail Tirol Etappe von Landeck nach Ischgl fuhr. Die führt nämlich ab See auf dem Talweg, welcher etwa hundert Höhenmeter oberhalb der besagten Talsohle verläuft.

Talweg zwischen See und Kappl

Talweg zwischen See und Kappl

Und dieser Weg ist in seiner Schönheit kaum zu überbieten. Besonders jetzt nach der langen Kälteperiode sprießen die Blumen in der wärmenden Sonne. Auch aus der Sicht des Bikers gibt der Trail einiges her. Ich würde ihn als Singletrail für Anfänger bezeichnen. Die Steigungen sind moderat und wenn überhaupt, dann muss man nur kurz einmal absteigen.

Und so geht man die Tour auf dem Talweg am besten an:
In See gibt es gegenüber der Bergbahn zahlreiche Gratisparkplätze. Zuerst überquert man die Trisanna. Nun radelt man ansteigend, etwa 800 Meter auf einer Asfaltstraße bis zur Abzweigung des Talwegs (scharf links). Bis Ischgl bleibt man auf diesem Supertrail, der auch perfekt ausgeschildert ist.
Zurück zum Ausgangspunkt kommt man entweder am gleichen Weg mit dem Radl oder man fährt einfach mit dem Bus. (Fahrplanauskunft: www.vvt.at).
Streckenlänge See-Ischgl ca. 17 km, 600 Höhenmeter.
Viel Spass!!

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Little Canada

So bezeichnet einer meiner Freunde das Gaistal zwischen Mieminger Kette und Wetterstein Gebirge. Und er sollte es wissen, war er doch fünf Jahre in Kanada und arbeitete dort als Heliski Guide.

Gaistal zwischen Mieminger Gebirge und Wetterstein

Gaistal zwischen Mieminger Gebirge und Wetterstein

Auf einer Länge von 15 Kilometern erstreckt sich dieses Tal zwischen Leutasch und Ehrwalder Sattel. Rechts und links steigen mächtige Felswände fast senkrecht empor und dennoch ist der Talboden von sanften Anstiegen geprägt. Optimales Radlgelände….auch für Familien mit Kindern. Der Anstieg vom Parkplatz Salzbach in der Leutasch zum Ehrwalder Sattel beträgt nämlich gerade einmal 400 Höhenmeter. Zudem verläuft ein super Forstweg auf der gesamten Strecke.

Blick zur Hohen Munde

Blick zur Hohen Munde

Zwischendrin gibt´s Einkehrmöglichkeiten bei der Gaistalalm und der Tillfussalm.
Kurz vor dem höchsten Punkt, dem Übergang ins Ehrwalder Becken, liegt der idyllische Igelsee auf ca. 1550m Seehöhe. Dieser Platz, direkt an den südlichen Abhängen der Zugspitze, lädt zum längeren Verweilen ein.

Igelsee (im April bei Schneeschmelze)

Igelsee (im April bei Schneeschmelze)

Jenseits des Ehrwalder Sattels (1600m) liegt die Ehrwalder Alm. Die kurze Fahrt hinunter lohnt alleine schon wegen der grandiosen Blicke in die Lechtaler Alpen.
Die Tour ins Gaistal ist auch von Ehrwald aus leicht machbar. Wer es ganz gemütlich angehen möchte, läßt sich von dort einfach mit der Gondelbahn bis zur Ehrwalder Alm bringen.
Linktipp: Bike Trail Tirol, Etappe Ehrwald – Scharnitz, hier findet man auch GPS Tracks und Kartenausschnitte.

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Biketipp auf der Sonnenterrasse

Der Mai hat uns ja bisher noch nicht mit allzuvielen Sonnentagen verwöhnt. Wenn Regenwetter angesagt ist, heißt das aber noch nicht automatisch, dass es im ganzen Land gießen muss. Eine gute Chance auf einige Sonnenstunden an diesem Wochenende hat man in einigen inneralpinen Regionen. Die großen Regenmengen bleiben nämlich, je nach vorherrschender Strömungslage, entweder am Nord- oder Südrand der Alpen hängen.
Eine solche Region ist das Gebiet rund um die Gemeinde Fliess im Tiroler Oberland. Fliess ist der Ort mit dem geringsten jährlichen Niederschlag in ganz Tirol. Hier kommen nur etwa 600 Millimeter pro Jahr vom Himmel herunter.

Fliess und Oberes Gericht

Fliess und Oberes Gericht

Von der Pillerhöhe nach Fliess

Von der Pillerhöhe nach Fliess

Eine tolle Strecke ist die Bike Trail Tirol Etappe von Wenns im Pitztal über die Pillerhöhe, weiter über die Sonnenterrassen bei Fliess nach Landeck. Einzigartig ist die Vegetation: Durch den Niederschlagsmangel findet man hier Blumen und Pflanzen, die im Rest des Landes nur sehr selten anzutreffen sind. Auch kulturell hat die Etappe einiges zu bieten. Von Fliess bis Landeck verläuft der Weg auf der Route der ehemaligen Römerstrasse “Via Claudia Augusta”. An einigen Stellen kann man noch die Führungsrillen für die Römerwägen erkennen, die damals in den Stein gehauen wurden.
Weitere Tourenvorschläge rund um Fliess findet man auf der Radlhomepage des Landes Tirol. Z.B. Route Nr. 703 von Prutz Richtung Pillerhöhe. Von hier fährt man abwärts auf einer Asphaltstraße nach Fliess und weiter bis ins Inntal. Auf dem Innradweg geht´s zurück nach Prutz.

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Bikeparkguide 2010

Mehr als 10 Jahre Erfahrung bei der Herausgabe des Snowparkguides (für Snowboard- und Skifreestyler) haben das Team um den “Schanzenbauer” Tommy “Mellow” Marsh veranlaßt, heuer erstmals den Bikeparkguide ins Leben zu rufen.

Die Umsetzung übernahm der Innsbrucker Biker und Szenekenner Max Walch.
Das Heftchen gibt´s entweder als Beilage diverser Bikemagazine im Frühjahr bzw. direkt in den beschriebenen Bikeparks. Am einfachsten kann man den Bikeparkguide aber auf der Website im Flipbook durchblättern.

Beschrieben sind darin u.a. die drei bekanntesten Parks in Tirol, nämlich der Nordketten Singletrail, der Bikepark Tirol in Steinach am Brenner und die Freeridestrecken in Mayrhofen im Zillertal.
Am Nordkettentrail wurde in den letzten Wochen noch fest gearbeitet. Christian “Picco” Piccolruaz und sein Team waren fast jeden Tag am Berg anzutreffen, um die Schäden des Winters auszubessern. Am 29. und 30. Mai gibt´s dann das Opening mit Verleihstation, Drinks & Musik.
In neuen Park in Steinach geht´s dann im Juli los. Bin schon neugierig auf das dortige Angebot!!

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Achtung nasse Füsse!

Nachdem ich vor ein paar Tagen geschrieben hatte, dass auf der Innsbrucker Nordkette schon die meisten Wege schneefrei sind (sogar die Seegrube auf 1905m Seehöhe kann man bereits ohne absteigen erradeln), machte ich mich am letzten Donnerstag auf den Weg in die Leutasch.
Ich werde in den nächsten Monaten an den Wegweisern des Bike Trail Tirol neue Aufkleber mit dem Bike Trail Tirol Logo anbringen. Weil diese Etappe (am Seefelder Plateau) nicht über 1400 Meter hinauf führt, wählte ich den Abschnitt für eine meiner ersten Touren.
Eine Superstrecke: Leichte Auf- und Abpassagen durch Wald und Wiesen sind optimal, um langsam wieder in Form zu kommen.

Weidachsee

Weidachsee

Nach der Auffahrt über 250 Höhenmeter ins Wildmoos traute ich meinen Augen kaum: Bis zu 30 Zentimeter Schnee auf den Wegen und im Wald. Drei Kilometer radlschieben war angesagt. Nasse Füsse gab´s auch dazu. Spass hat es trotzdem gemacht!!

Im Wildmoos

Im Wildmoos

Obwohl der heurige Winter recht schneearm war, liegt in manchen Teilen Tirols immer noch einiges der weissen Pracht. Eigentlich ganz normal für Ende April. Nur die Verteilung ist regional sehr unterschiedlich. Während im Unterland und im Inntal die Schneegrenze bereits in höheren Regionen liegt, muss man Richtung Alpenhauptkamm, am Arlberg und in den nördlichen Teilen Osttirols mit etwas mehr Schnee rechnen. Hier ein kleiner Tipp: Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol hat auf seiner Website eine aktuelle Karte mit der Verteilung der Schneehöhen.

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Endlich wieder biken!

Los geht´s!

Nach den Neuschneefällen der vorletzten Woche sind die meisten Bikewege auf der Innsbrucker Nordkette nun bis auf eine Seehöhe zwischen 1300 und 1500 Meter schneefrei. Auch die Quecksilbersäule kletterte schon über die 20 Grad Marke…traumhafte Radlbedingungen.

Blick vom Rechenhof zur Seegrube

Blick vom Rechenhof zur Seegrube

Hin und wieder gilt es aber noch das eine oder andere Hindernis zu überwinden ;-)

Lawinenreste in der Arzler Reisse

Lawinenreste in der Arzler Reisse

Und wie ich bald merkte, war ich nicht der einzige am Berg. Zu Begin der Bikesaison sind die Innsbrucker kaum zu halten. Speziell nach Feierabend geht´s auf den Wegen oberhalb der Landeshauptstadt rund.Man trifft auf sportlich ambitionierte „Höhenmeterfresser“, Genussbiker und viele junge Downhill- bzw. Trailfahrer. Tipp: Der Hungerburgtrail ist bestens hergerichtet. Mit der Hungerburgbahn kommt man in kürzester Zeit wieder zurück zum Beginn des Trails.Apropos Genussbiker: Eine Einkehr auf der 1067m hoch gelegenen Arzler Alm kann ich nur jedem empfehlen. Auf der großen Sonnenterrasse kann man Tiroler Spezialitäten und hausgemachte Kuchen geniessen (Mein Favorit ist der Kasknödel mit Salat).

Relaxen auf der Arzler Alm

Relaxen auf der Arzler Alm

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